Kaufen im Ausland. Zoll usw

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Re: Kaufen im Ausland. Zoll usw

Beitrag von menswear » So 27. Mai 2018, 16:17

Zum Zoll muss man i.d.R. nur dann, wenn der Absender kein CN22 (Zollinhaltserklärung) auf die Sendung klebt oder der dort genannte Wert dem Zöllner unglaubwürdig erscheint.

In Deinen Fall Timetolive dürfte das zuständige Zollamt wohl Appenweier sein denke ich. Das wäre überschaubar.

An den Flughafen muss man nicht. Ich habe schon sehr viel von internationalen Wäscheshops importiert.
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Re: Kaufen im Ausland. Zoll usw

Beitrag von Erisch » So 27. Mai 2018, 20:27

Bei koalaswim habe ich bisher nie Probleme mit dem Zoll gehabt.

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Re: Kaufen im Ausland. Zoll usw

Beitrag von TimeToLive » Mo 28. Mai 2018, 18:52

menswear hat geschrieben:
So 27. Mai 2018, 16:17
In Deinen Fall Timetolive dürfte das zuständige Zollamt wohl Appenweier sein denke ich. Das wäre überschaubar.
An den Flughafen muss man nicht. Ich habe schon sehr viel von internationalen Wäscheshops importiert.
Okay, dann hat sich das möglicherweise geändert. - In meinen beiden Fällen wurde mir damals - als Alternative zum Fax/Brief - nur eine Adresse am Frankfurter Flughafen genannt - es war allerdings auch nicht der Zoll sondern eben ein beauftragter Dienstleister.
LG
Thomas
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Re: Kaufen im Ausland. Zoll usw

Beitrag von trm_string » Mi 19. Dez 2018, 23:47

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Diejenigen, die gelegentlich in England bestellen (z.B. Jovana oder Kiniki) sollten sich überlegen, ob sie die Gelegenheit nutzen solange es noch geht. In drei Monaten könnte sich die Situation mit dem EU-Binnenmarkt schlagartig ändern.
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Re: Kaufen im Ausland. Zoll usw

Beitrag von trm_string » Do 27. Dez 2018, 23:11

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Der folgende Artikel aus dem Spiegel bezieht sich auf Auslandslieferungen von außerhalb der EU über Amazon und Wish (und dann logischerweise auch Ebay):

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 44670.html

Zitat:
Das kann kostspielig werden. Denn wenn der Zoll eine Sendung abfängt, auf die nicht die entsprechenden Abgaben gezahlt wurden, wird der Empfänger in der Regel zum Zollpostamt einbestellt. Dort wird dann die Sendung geöffnet, der Abnehmer muss die Rechnung vorlegen. Und bezahlen: Einfuhrumsatzsteuer ab 22 Euro Warenwert, ab 150 Euro obendrauf auch Zoll. "Wenn der Empfänger sich weigert, wird die Ware zurückgeschickt oder vernichtet", sagt der Zollrechtsexperte Wolffgang. Und dann kann der Wish-Kunde seinem vorab gezahlten Geld hinterherlaufen."

Ich sehe allerdings keinen wesentlichen Unterscheid in Vergleich mit dem Fall, wenn man selbst direkt bei einem Hersteller außerhalb der EU bestellt. Eine Rechnung als Beleg vom bezahlten Betrag sollte man dann schon haben.
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Re: Kaufen im Ausland. Zoll usw

Beitrag von stringfan1983 » Fr 28. Dez 2018, 22:45

ich habe vor kurzem in den USA direkt bei einem Onlinehändler bestellt. Habe die Bestellung mit Kreditkarte bezhalt.

D.h. auf meiner Kreditkarte ist Betrag X in US-Dollar aufgeführt und der dem entsprechende Euro Betrag. Ich diese Kreditkartenabrechnung und eine Bestellbestätigung mit zum Zollamt genommen.

Dort offenbarte mir jedoch die Mitarbeiterin, dass nicht der auf meiner Abrechung aufgeführte Betrag als Berechungsgrundlage dient, sondern der original gezahlte Dollarbetrag mit einem "offiziellen" Umrechungskurs, welchen das Zollamt wie auch immer festlegt, umgerechnet wird, und dieser Betrag dann für die Berechnung der Abgaben zu Grunde gelegt wird.

nun habe ich mich in der 150€ Grenze bewegt, was ja dann sehr schnell auch teuer werden kann, wenn man dann auf Grund eines anderen Kurses doch über diese Grenze schnappt.

Alles diskutieren zum trotz... Es kann besser für einen ausgehen, aber eben leider auch schlechter...

Dies nur zur Warnung...

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Spoonman78
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Re: Kaufen im Ausland. Zoll usw

Beitrag von Spoonman78 » Fr 28. Dez 2018, 23:49

Ich denke, mittlerweile sollte jeder verstanden haben, daß Waren aus Drittländern zollrechtlich behandelt werden.
Das führt dann dazu, daß Einfuhrabgaben gezahlt werden müssen, wenn gewisse Obergrenzen überschritten werden. Bis € 149,- wird auf jeden Fall Einfuhrumsatzsteuer fällig. Die schlägt mit 19% ordentlich ins Kontor. Über €150,- kommt dann noch Zoll dazu. Die Zollsätze unterscheiden je nach Warenart - für Textilien aus den USA beispielsweise fallen teilweise 12% an.
Wer das erste Mal im Drittland bestellt, sollte sich vor Augen führen, daß Versandkosten zum Warenwert addiert werden und erst damit der Zollwert errechnet wird.
Es reicht also nicht, nur für € 149,- zu bestellen, sondern inklusive Fracht/Versand dürfen € 149,- nicht überschritten werden.

Zusammenfassend errechnet sich der Zollwert also wie folgt:
Warenwert + Versandkosten = Zollwert

Zollwert x Zollsatz = abzuführender Zoll

Der Wert für die Einfuhrumsatzsteuer errechnet sich wie folgt:

Zollwert + Zollabgaben = Einfuhrumsatzsteuerwert

Einfuhrumsatzsteuerwert x 19% = Abzuführende Einfuhrumsatzsteuer

Wenn man also für € 150,- gekauft hat und € 20,- an Versandkosten hat, zahlt man inklusive Zoll( beispielsweise 12%) und Einfuhrumsatzsteuer € 226,58....

Der Zollumrechnungskurs für alle Währungen ist übrigens auf zoll.de nachzulesen und gilt immer einen Monat.

Wenn die Drittlandswarensendung bei der Einfuhr am Flughafen eindeutig vom Transportdienstleister (in der Regel die Deutsche Post) tarifiert werden kann, werden Zoll und Einfuhrumsatzsteuer direkt vom Postboten kassiert.
Ist dies nicht möglich, weil die Warenbeschreibung in der Rechnung nicht aussagekräftig ist, so wird man zum zuständigen Postzollamt bestellt und muss dort das Paket öffnen und Rechnungen vorweisen. Dann wird vom Zollbeamten vor Ort die Verzollung erledigt und man zahlt im Zollamt die Einfuhrabgaben.

Fazit: Augen auf beim Eierkauf!
Lieber erst einmal kurz den Taschenrechner gebrauchen, bevor es ein böses Erwachen gibt.
Oder evtl. größere Bestellungen auf mehrere Bestellungen aufteilen. Kostet dann vielleicht doppelt Versand, aber man spart sich den Zoll...
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Re: Kaufen im Ausland. Zoll usw

Beitrag von trm_string » Do 17. Jan 2019, 13:08

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Hier ein schönes Beispiel für eine Bestellung von außerhalb der EU.

Bestelldatum: 25 Nov. 2018, Bestellwert 84,92 US-$
Zustelldatum: 11. Jan. 2019, zu bezahlen: 5 Euro Zoll + 6 Euro "Auslagepauschale" (DHL-Gebühr, vergleichbar mit Nachnahme).

Der Zollbetrag wurde am 10. Jan. berechnet, basiert auf 30 US-$ Warenwert, wie vom Lieferanten angegeben. Es kommt schon öfter vor, dass die Lieferanten den Wert großzügig nach unten abrunden. Der Umschlag war NICHT geöffnet.

Bemerkenswert: Gesamtlieferzeit ca. 7 1/2 Wochen. Weil die normale Lieferzeit ungefähr 1 Woche beträgt, hat die Sendung wahrscheinlich ca. 6 Wochen im Zollamt verbracht. Ich vermute, dass der feiertagsbedingte Stau dazu beigetragen hat, aber trotzdem darf man 6 Wochen Verzögerung schon als "bürokratische Spitzenleistung" bezeichnen.
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Re: Kaufen im Ausland. Zoll usw

Beitrag von Spoonman78 » Sa 19. Jan 2019, 13:10

Bezogen auf die Lieferzeit, muß man sich vielleicht einfach mal vor Augen halten wieviele Sendungen am Flughafen in Frankfurt zollseitig bearbeitet werden müssen und darüber nachdenken, daß die Abwicklung manuell geschieht. Bedeutet also, daß ein Zollbeamter sich die Rechnung schnappt und aufgrund der Warenbeschreibung die Wäre eintarifiert. Wer einmal den „Zolltarif“ gesehen hat, weiß, daß das nicht unbedingt ganz einfach sein muss.

Übrigens: wenn am Flughafen nicht tarifiert werden kann, landet die Sendung beim zuständigen Postzollamt, wo Ihr dann selbst vorstellig werden müsst und die Sendung vor Ort öffnen müsst. Das macht der Zoll im Normalfall nicht selbst.

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