Lieber gemeinsam mit "normal" Angezogenen als mit anderen Stringträgern

Fragen, Erlebnisse & Erfahrungen rund um den String als Bademode.
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nathanael
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Lieber gemeinsam mit "normal" Angezogenen als mit anderen Stringträgern

Beitrag von nathanael »

Ich finde die Treffen und Verabredungen, die hier getroffen werden, völlig okay. Jeder, wie er mag. ;)

Ich persönlich merke, dass ich mir gemeinsam mit anderen männlichen Stringträgern eher seltsam vorkäme. Wenn ich gemeinsam ins Schwimmbad gehe, finde ich es viel angenehmer, wenn ich dabei der einzige Badestringträger bin. Woran mag das liegen? Dass die Gruppe dann irgendwie "natürlicher" wirkt? Oder dass ich selbst dann auffälliger bin, als am knappsten Bekleideter und einziger mit entblößtem Hintern (zugegeben ist das ein Reiz für mich)? Jedenfalls ist das so. Ich fühle mich wohler, wenn mein Begleiter übliche Shorts o.ä. und meine Begleiterin einen "normalen" Bikini trägt.
So gern ich sie sonst im String sehe. :P

(Wie gesagt, kein Angriff und keine Kritik an jenen, für die es anders ist!)
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Re: Lieber gemeinsam mit "normal" Angezogenen als mit anderen Stringträgern

Beitrag von emjay »

Eine interessante Schilderung, die von dem abweicht, was sich manche wünschen (entweder als "Sicherheit" für Anfänger oder später als Gruppe von "Erfahrenen").

Wobei du ja nicht die Begleitung/Gruppe an sich meinst, sondern deren womöglich homogene Bekleidung.

Da ich selbst nur einmal männliche Stringträger "in freier Wildbahn" gesehen habe, weiß ich nicht, ob ein einzelner Stringträger von anderen evtl. anders "bewertet"/"kommentiert" wird als eine Gruppe.
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Re: Lieber gemeinsam mit "normal" Angezogenen als mit anderen Stringträgern

Beitrag von Gthonger »

nathanael hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 10:02 Ich finde die Treffen und Verabredungen, die hier getroffen werden, völlig okay. Jeder, wie er mag. ;)

Ich persönlich merke, dass ich mir gemeinsam mit anderen männlichen Stringträgern eher seltsam vorkäme. Wenn ich gemeinsam ins Schwimmbad gehe, finde ich es viel angenehmer, wenn ich dabei der einzige Badestringträger bin. Woran mag das liegen? Dass die Gruppe dann irgendwie "natürlicher" wirkt? Oder dass ich selbst dann auffälliger bin, als am knappsten Bekleideter und einziger mit entblößtem Hintern (zugegeben ist das ein Reiz für mich)? Jedenfalls ist das so. Ich fühle mich wohler, wenn mein Begleiter übliche Shorts o.ä. und meine Begleiterin einen "normalen" Bikini trägt.
So gern ich sie sonst im String sehe. :P

(Wie gesagt, kein Angriff und keine Kritik an jenen, für die es anders ist!)
Deine Meinung sehe ich in keinster Weise als Kritik :P und in gewisser Weise verstehe ich deine Ansicht.

Mir und auch anderen hier im Forum geht es ja um das gemeinschaftliche Stringen, den Austausch etc. Klar mag da der eine oder andere im Bad, am See oder wo auch immer mehr hingucken, als wenn nur ein Stringer im Bad ist. Damit "müssen" wir Stringer in der (Klein-) Gruppe klar kommen. Auf ein Treffen mit anderen Stringern möchte ich aber nicht verzichten. Und was mein Begleiter/meine Begleiterin trägt, ist mir offen gesagt fast egal. Ich werde sie/ihn kaum zum Stringtragen überreden können. :lol:
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Re: Lieber gemeinsam mit "normal" Angezogenen als mit anderen Stringträgern

Beitrag von immerstring »

Oh, das verstehe ich nur zu gut. Ich würde mich jederzeit über eine Gruppe String-Träger freuen, wenn ich sie sehe. Aber das käme mir für mich selbst zu "verabredet" vor. Das ist es ja auch. Aber mit einer Frau im String-Bikini gemeinsam unterwegs sein, finde ich toll. In einer Gruppe würde ich mir aber auch mindestens einen Mix wünschen. Merkwürdig... :D
Viele Grüße
Immerstring

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Re: Lieber gemeinsam mit "normal" Angezogenen als mit anderen Stringträgern

Beitrag von Ro72 »

Hallo zusammen,

also ich stehe diesem Thema zunächst einmal eher neutral gegenüber - auch wenn ich keine Treffen mit anderen männlichen Badestring-Trägern bisher verabredet habe und auch nicht beabsichtige, dies demnächst zu ändern. Trotzdem finde ich die Überschrift für das Thema merkwürdig bis eigenartig. Ich sehe das so, daß String-Tragen und insbesondere Badestring-Tragen für mich zu meiner Normalität gehört. Die Überschrift suggeriert, daß Badeslips oder sogar Badeshorts die Norm wären - aber auch, wenn ich als Badestring tragender Mann vielleicht nicht gewöhnlich bin, störe ich mich doch daran, wenn dadurch unterschwellig mitschwingt, daß ich deshalb nicht normal wäre. Aber ich denke, das ist nur ein semantisches Problem und kein wirklich inhaltliches.

Auf der anderen Seite kann ich das Thema aus meiner Sicht gut verstehen, in mehrfacher Hinsicht. Einerseits empfinde ich es schon toll, etwas zu tun und dabei genießen zu können, was nicht für jeden ist, sondern einen besonderen Geschmack zeigt. Etwa auf der Ebene, daß man eine Bademode in einer besonderen Farbe für den eigenen Kick trägt. Bei mir ist es eben der besondere Schnitt dann, im Rahmen aller Legalität. Wenn dann eine Gruppe String-tragender Männer mit mir auftaucht, entfällt dieser Kick und die Besonderheit ist nicht mehr gegeben. Das würde mir schon etwas am Reiz nehmen, Badestring zu tragen, da ich mich durchaus aus einer Masse abheben möchte. Etwas anderes wäre es, wenn ich mir vom anderen String-Träger, der dann eher nur einzeln sich zusammen mit mir treffen würde, irgendetwas versprechen würde. Unterstützung als Ermutigung, Badestring in der Öffentlichkeit zu tragen, entfällt bei mir, denn diesen Mut bringe ich inzwischen selbst auf. Dann bleibt natürlich eventuell Freundschaft, durch eine Gemeinsamkeit, oder auch mehr als Freundschaft als mögliches Motiv, wenn es eine erotische und intime Ebene erreichen würde. Aber das würde wie schon woanders gesagt zumindest bei mir mehr brauchen als nur die Gemeinsamkeit, Badestrings in der Öffentlichkeit zu tragen - und dabei das Potential haben, vollkommen unnötig Klischees zu bedienen, die nicht nützlich sind, Stichwort String als Mann tragen und schwul und dabei sexuell auch nicht wählerisch zu sein - was ich so absolut nicht sehen kann.

Und dann gibt es noch einen anderen Grund für mich, keine absichtlichen Treffen zu planen: Ich sehe hier im Forum viele Themen, die in Richtungen gehen, die für die öffentliche Akzeptanz für das Tragen "normaler" Badestrings im Hallenbad und sogar auch im Freibad aus meiner Sicht nicht geeignet sind. Da mag ich überhaupt nicht erzählen, wo ich im Badestring unterwegs bin - da ich nicht erleben will, daß irgendein Extrem-Stringträger im mehr als knappsten Modell das als Einladung versteht, dort problemlos seinen Fetisch in unangemessen exhibitionistischer Weise ausleben zu können, am besten noch teils transparent mit Cockring oder Cockcage darunter, oder möglicherweise sogar noch mit Plug hinten drin - all das habe ich schon von anderen hier gelesen, die das als "normal" ansehen, aber da kann ich nicht folgen. Denn am Ende heißt das dann auch für mich, daß dann in diesem Hallenbad oder Freibad auch reguläre Badestrings keine Akzeptanz mehr finden, auch ohne extrem knappe Schnitte, aber insbesondere wegen solcher "Erweiterungen" wie Cockringe, Cockcages oder Plugs, da solche einzelnen männlichen Badestring-Träger in der Zwischenzeit dann doch erheblich unangenehm aufgefallen sind, und dies dann einfach auf alle männlichen Badestring-Träger als Stigma ausgebreitet wird - was dann ultimativ zum Verbot für Männer führen könnte, auch "regulare" Schwimmstrings zu tragen. Und ich finde es dabei sehr erstaunlich, wie renitent eine solche Ansicht, daß zum Beispiel Cockringe doch vollkommen normal wären und keinerlei Irritationen erzeugen könnten, jenseits aller von mir wahrgenommenen Realität tatsächlich vertreten werden, und ich teils sogar Anfeindungen per privater Nachricht bekomme, wenn ich nur eine andere Meinung diesbezüglich nachdrücklich vertrete.

Und wieso sollte ich künstlich Kontakte und Treffen überhaupt organisieren? Auch wenn es hier massenhaft sehr sympathische Forenmitglieder gibt, mit denen ich mich durchaus sehr gerne austausche, und von denen ich deren Erfahrungen sehr gerne annehme, die mich in meiner Entwicklung dadurch auch erheblich unterstützt haben. Dafür bin ich ja auch absolut dankbar, und das ist die von mir wahrgenommene große Mehrheit hier. Leider eben nur meist dann auch nicht in der Nähe dabei - das ist mir leider auch schon aufgefallen, daß ich offenbar in einem ziemlichen Badestring-Nirvana hier bei mir lebe. Aber ok, das hat auch seine Vorteile, und die lebe ich dann auch aus, und vielleicht inspiriere ich dadurch lokal auch andere, durch reale Erfahrung und direkten Kontakt.

So, das ist zumindest meine derzeitige Meinung und teils auch Sorge. Ob sich das noch irgendwann mal ändert, wird die Zeit zeigen. Und vielleicht kann ich in der Zwischenzeit meine Frau auch mal davon überzeugen, daß sie im String-Bikini eine noch schönere Figur abgeben würde, und damit mit mir im Partnerlook sehr gern in einer Öffentlichkeit eines Hallenbads, eines Freibads oder auch nur im Urlaub am Meer voller Selbstbewußtsein damit auftreten kann.

Stringende Grüße,
Ro72
wolfi
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Re: Lieber gemeinsam mit "normal" Angezogenen als mit anderen Stringträgern

Beitrag von wolfi »

nathanael hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 10:02
...

Jedenfalls ist das so. Ich fühle mich wohler, wenn mein Begleiter übliche Shorts o.ä. und meine Begleiterin einen "normalen" Bikini trägt. So gern ich sie sonst im String sehe. :P

...
Diesen Punkt sehe ich persönlich ganz anders. Ich mag die knappen Bikinis meiner Frau und ihre Freizügigkeit. Egal, was ich trage, egal, was jemand anderer trägt: ein String oder knapper Brazilian Cut macht einfach eine wunderbare Silhouette, streckt optisch die Beine und akzentuiert ihren Hintern auf reizvolle, aber unaufdringliche Weise. Ich freue mich nach mittlerweile schon vielen gemeinsamen Jahren immer noch jedes Mal über den Anblick und würde nicht wollen, dass sie was anderes trägt (wobei wir es z.B. in muslimischen Ländern natürlich auch nicht übertreiben und sie dort konservativere Bademode mitnimmt). Dass ich dazu regelmäßig auch einen Badestring trage, ändert für mich nichts an diesen kleinen, alltäglichen Freuden.

Wo ich deine Position aber sehr gut nachvollziehen kann, sind verabredete Treffen zum gemeinsamen "stringen". Ich mag schon das Wort "stringen" nicht, weil es suggeriert, dass das Tragen eines Strings eine oder vielleicht sogar die entscheidende Aktivität wäre, um die es geht. Das ist es bei uns nie - die Aktivitäten sind surfen, kiten, schwimmen, schnorcheln, tauchen, Volleyball spielen oder einfach nur mit den Kindern im Wasser rumplantschen - der String ist "nur" die dabei getragene Bekleidung (in der wir uns wohl fühlen und deren Optik wir sehr schätzen!), aber wir gehen genauso wenig "stringen", wie wir "flip-floppen" oder "UV-shirten" gehen. Dementsprechend scheint mir eine Gruppe von grundsätzlich Fremden, deren einzige Verbindung das Tragen einer bestimmten Art von Badebekleidung ist, auch etwas "gezwungen" - das symbolisiert dann irgendwie, dass die Teilnehmer offenbar selbst nicht ganz überzeugt sind, dass es etwas ganz Selbstverständliches ist, wenn Menschen ihrem unterschiedlichen Modegeschmack nachgehen, egal was die anderen tragen.

Ich habe natürlich überhaupt kein Problem damit, wenn jemand sowas macht (nichts könnte mir gleichgültiger sein :lol: ) - aber ich selbst möchte da nicht so gerne dabei sein. Bei einigen (wenigen) unserer engsten Freunde trägt der Mann auch gerne Strings und wenn wir z.B. gemeinsam am Strand oder am See sind, dann fällt das statistisch gesehen natürlich auch auf, wenn zwei Männer mit nackten Po-Backen ihren Kindern nachjagen - aber niemand würde auf die Idee kommen, dass es uns dabei vorrangig um die Bademode gehen würde. Spätestens, wenn man unsere Frauen dazu sieht, merkt man vielleicht, dass wir sehr liberale, freizügige und body-positive Menschen sind - aber das merkt man dann glaube ich unabhängig von der getragenen Badehose.

Von dem her bin ich IMMER lieber mit "normal" angezogenen Menschen gemeinsam am Strand - auch oder sogar besonders gerne, wenn für diese Menschen ein String-Bikini oder ein Badestring halt genauso "normal" ist, wie für uns. Genauso "normal" ist für uns und unsere Freunde aber eben auch, dass wir uns situationsangepasst verhalten und kleiden - im tiefsten Afrika ist unser aller Bademode natürlich deutlich konservativer als auf Ibiza oder dem sex-positiven Psytrance-Festival auf einer kroatischen Insel. :lol:

Meiner Meinung nach sollte jede/-r tragen, womit er oder sie sich wohl fühlt und zu einem gewissen Grad zur Situation passt. Das muss nicht immer ultra-konformistisch sein (zu über 90 % ist meine Frau z.B. die einzige, die am Strand, am See oder bei uns zuhause vor Freunden an Pool ganz natürlich oben ohne herumläuft und zu weit mehr als 90 % bin ich der einzige Mann, der Strings trägt), aber normalerweise spürt man das doch eh, was passend ist und wann es sich übertrieben anfühlt. Und natürlich erfreue ich mich am Anblick schöner Körper in knapper Badebekleidung, egal ob Mann oder Frau - aber das hat keinen Einfluss darauf, welche Badehose ich selbst trage.

Ich will aber nicht verheimlichen, dass ich auch erst mit gut 30 Jahren zu diesem entspannten Selbstbewusstsein gefunden habe und mir früher viel zu viele Gedanken gemacht habe, was meinen Modegeschmack und den Eindruck, den dieser auf andere hat, betrifft. Das ist wahrscheinlich ein positiver Effekt des Alterns und des mit dem im Leben erlebten Erfolg gestiegenen Selbstbewusstseins - ob irgendwelche pubertierenden Teenager meine Bademode "cringe" finden oder nicht, könnte mir mittlerweile nicht gleichgültiger sein. Aber den Weg muss eh jeder selbst gehen und darum verstehe ich auch die Unsicherheit sehr gut, die manche noch durchleben. Durchhalten - das wird besser (und ein bisschen auf den eigenen Körper schauen hilft dabei auch)!
nathanael
Stringträger
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Re: Lieber gemeinsam mit "normal" Angezogenen als mit anderen Stringträgern

Beitrag von nathanael »

Ro72 hat geschrieben: Sa 21. Mär 2026, 03:17 Trotzdem finde ich die Überschrift für das Thema merkwürdig bis eigenartig. Ich sehe das so, daß String-Tragen und insbesondere Badestring-Tragen für mich zu meiner Normalität gehört. Die Überschrift suggeriert, daß Badeslips oder sogar Badeshorts die Norm wären - aber auch, wenn ich als Badestring tragender Mann vielleicht nicht gewöhnlich bin, störe ich mich doch daran, wenn dadurch unterschwellig mitschwingt, daß ich deshalb nicht normal wäre. Aber ich denke, das ist nur ein semantisches Problem und kein wirklich inhaltliches.
Das Wort "normal" (bewusst in Anführungszeichen gesetzt) ist selbstverständlich rein deskriptiv gemeint, nicht normativ.
wolfi hat geschrieben: Sa 21. Mär 2026, 09:18 Ich mag schon das Wort "stringen" nicht,
Geht mir 100 % genauso.
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