Re: Stringtragen als Self-Care & Körperbewusstsein – wie geht’s euch damit?
Verfasst: Fr 10. Apr 2026, 17:04
Meine Lebensstilveränderung betrifft im Wesentlichen drei Bereiche: Bewegung, Kraft und Ernährung.
Ich will zuerst von der Bewegung erzählen.
Am Tag, nachdem ich die Besprechung der Befunde bei der Kardiologin hatte, begann damit, in der Mittagspause rauszugehen. Seit Corona bin ich dauerhaft im Homeoffice. Weil meine Tätigkeit nicht ortsgebunden ist, konnte auch das Büro abgemietet werden.
Als Zeitpunkt für das Rausgehen habe ich den Mittag aus verschiedenen Gründen gewählt:
Ich habe im Herbst damit begonnen und da ist es morgens noch lange und am späten Nachmittag schon wieder früh dunkel. Mittags bekomme ich aber immer Tageslicht.
Als eher extremer Nachtmensch (im Schlaflabor festgestellt) ist Training am Morgen für mich unmöglich. Umgekehrt ist es abends nach 8 bis 10 Stunden am Schreibtisch schwierig, mich zum Rausgehen zu motivieren.
In Absprache mit meinem Chef habe ich im Dienstkalender mittags hinreichend Zeit (einschließlich Zeitpuffer) dauerhaft blockiert. Bei meiner Arbeit ist das möglich.
Ich lebe auf dem Dorf und bin sofort in der Natur und kann loslegen, sobald ich das Haus verlasse, muss also nicht erst an einen Stadtrand oder einen Park fahren.
Anfangs bin ich nur kurze Strecken gegangen, die aber sehr bald länger wurden. Zuerst hat mich die Angst vor Herzinfarkt, Schlaganfall & Co. rausgetrieben. Schon bald aber wurde es durch die Regelmäßigkeit zur Gewohnheit und längst denke ich nicht darüber nach, ob ich rausgehe oder nicht. Es passiert einfach automatisch und wird auch von den Kolleginnen und Kollegen respektiert.
Kurz, nachdem ich mit dem Rausgehen begonnen hatte, habe ich beim Aufträumen meine Nordic-Walking-Stöcke wiederentdeckt. Von der Personaltrainierin hatte ich das Nordic Walking richtig gelernt und damals gute Stöcke angeschafft. Seit ich meine Stöcke wiedergefunden habe, gehe ich täglich Nordic Walking und das macht mir Spaß und kann ziemlich anstrengend sein.
Wenn im Frühjahr und Herbst die starken Winde wehen, lasse ich die Stöcke zuhause, weil sie mir der Wind zwischen die Beine wehen würde (macht ziemlich Aua und hat Stolperpotential). An solchen Tagen gehe ich Walken (oder einfach schnell Marschieren) und es macht mir Spaß, sich gegen den Windwiderstand zu lehnen.
Abhängig davon, wieviel Zeit ich habe, gehe ich zwischen 5 und 6,5 km in der Mittagspause (manchmal kann ich sogar noch mehr gehen).
Am Wochenende und im Urlaub bin ich oft zwei bis drei Stunden mit meiner Fotokamera unterwegs. Auf diese Weise lerne ich meine Heimat mit der wunderbaren Landschaft und die großen und kleinen Wunder der Natur wieder ganz neu kennen und schätzen. Und es wirkt sich positiv auf meine Wahrnehmung aus.
Im Februar 2024 habe ich mir zum Geburtstag ein Fahrrad geschenkt. Seitdem fahre ich mit dem Kamerarucksack beladen zu jeder Jahreszeit in die nähere und weitere Umgebung zum Fotografieren.
Meine Bewegung besteht also aus Nordic Walken oder Walken, Wandern und Radfahren. Das funktioniert für mich, weil es Bewegungsarten sind, die mir Spaß machen und die sich in meinen Alltag gut einfügen lassen.
Was absolut nicht funktioniert ist Joggen. Damit fühle ich mich absolut unwohl. Wenn in Berichten die Rede von Bewegung ist, dann werden meist jüngere Menschen beim Joggen als Beispiel gezeigt. Das hatte bei mir den Eindruck erweckt, dass Joggen die einzige gesundheitsfördernde Bewegungsart sei. Ich hab's mehrmals versucht, aber bald weider aufgehört, weil es mir damit überhaupt nicht gut ging. Andere aus meinem Bekanntenkreis sind leidenschaftliche Jogger ... so unterschiedlich sind wir Menschen.
Inzwischen weiß ich, dass es viele Arten der Bewegung gibt, die für Herz und Kreislauf günstig sind und ich habe diejenigen gefunden, mit denen ich mich gut fühle und die mir Spaß machen. Und Spaß an der Sache ist neben der Regelmäßigkeit ein wichtiger Punkt, um dranzubleiben. Ich bin einer der unsportlichsten Menschen, die man sich denken kann und war professioneller Stubenhocker. Mein innerer Schweinehund hatte die Größe des Mount Everest.
Inzwischen werde ich hibbelig, wenn ich mal einen Tag lang nicht draußen war. Aber auf Anraten meiner Ärztin lege ich aber ganz bewusst Ruhetage ohne Sport für die Regeneration ein.
Und mein innerer Schweinehund hat inzwischen die Größe eines Stecknadelkopfes, sitzt irgendwo im Keller in einer Ecke und schmollt. Ich habe ihn Kevin genannt.
Das mit dem inneren Schweinehund ist eine ganz eigene Geschichte, die erzähle ich im nächsten Beitrag.
Ich will zuerst von der Bewegung erzählen.
Am Tag, nachdem ich die Besprechung der Befunde bei der Kardiologin hatte, begann damit, in der Mittagspause rauszugehen. Seit Corona bin ich dauerhaft im Homeoffice. Weil meine Tätigkeit nicht ortsgebunden ist, konnte auch das Büro abgemietet werden.
Als Zeitpunkt für das Rausgehen habe ich den Mittag aus verschiedenen Gründen gewählt:
Ich habe im Herbst damit begonnen und da ist es morgens noch lange und am späten Nachmittag schon wieder früh dunkel. Mittags bekomme ich aber immer Tageslicht.
Als eher extremer Nachtmensch (im Schlaflabor festgestellt) ist Training am Morgen für mich unmöglich. Umgekehrt ist es abends nach 8 bis 10 Stunden am Schreibtisch schwierig, mich zum Rausgehen zu motivieren.
In Absprache mit meinem Chef habe ich im Dienstkalender mittags hinreichend Zeit (einschließlich Zeitpuffer) dauerhaft blockiert. Bei meiner Arbeit ist das möglich.
Ich lebe auf dem Dorf und bin sofort in der Natur und kann loslegen, sobald ich das Haus verlasse, muss also nicht erst an einen Stadtrand oder einen Park fahren.
Anfangs bin ich nur kurze Strecken gegangen, die aber sehr bald länger wurden. Zuerst hat mich die Angst vor Herzinfarkt, Schlaganfall & Co. rausgetrieben. Schon bald aber wurde es durch die Regelmäßigkeit zur Gewohnheit und längst denke ich nicht darüber nach, ob ich rausgehe oder nicht. Es passiert einfach automatisch und wird auch von den Kolleginnen und Kollegen respektiert.
Kurz, nachdem ich mit dem Rausgehen begonnen hatte, habe ich beim Aufträumen meine Nordic-Walking-Stöcke wiederentdeckt. Von der Personaltrainierin hatte ich das Nordic Walking richtig gelernt und damals gute Stöcke angeschafft. Seit ich meine Stöcke wiedergefunden habe, gehe ich täglich Nordic Walking und das macht mir Spaß und kann ziemlich anstrengend sein.
Wenn im Frühjahr und Herbst die starken Winde wehen, lasse ich die Stöcke zuhause, weil sie mir der Wind zwischen die Beine wehen würde (macht ziemlich Aua und hat Stolperpotential). An solchen Tagen gehe ich Walken (oder einfach schnell Marschieren) und es macht mir Spaß, sich gegen den Windwiderstand zu lehnen.
Abhängig davon, wieviel Zeit ich habe, gehe ich zwischen 5 und 6,5 km in der Mittagspause (manchmal kann ich sogar noch mehr gehen).
Am Wochenende und im Urlaub bin ich oft zwei bis drei Stunden mit meiner Fotokamera unterwegs. Auf diese Weise lerne ich meine Heimat mit der wunderbaren Landschaft und die großen und kleinen Wunder der Natur wieder ganz neu kennen und schätzen. Und es wirkt sich positiv auf meine Wahrnehmung aus.
Im Februar 2024 habe ich mir zum Geburtstag ein Fahrrad geschenkt. Seitdem fahre ich mit dem Kamerarucksack beladen zu jeder Jahreszeit in die nähere und weitere Umgebung zum Fotografieren.
Meine Bewegung besteht also aus Nordic Walken oder Walken, Wandern und Radfahren. Das funktioniert für mich, weil es Bewegungsarten sind, die mir Spaß machen und die sich in meinen Alltag gut einfügen lassen.
Was absolut nicht funktioniert ist Joggen. Damit fühle ich mich absolut unwohl. Wenn in Berichten die Rede von Bewegung ist, dann werden meist jüngere Menschen beim Joggen als Beispiel gezeigt. Das hatte bei mir den Eindruck erweckt, dass Joggen die einzige gesundheitsfördernde Bewegungsart sei. Ich hab's mehrmals versucht, aber bald weider aufgehört, weil es mir damit überhaupt nicht gut ging. Andere aus meinem Bekanntenkreis sind leidenschaftliche Jogger ... so unterschiedlich sind wir Menschen.
Inzwischen weiß ich, dass es viele Arten der Bewegung gibt, die für Herz und Kreislauf günstig sind und ich habe diejenigen gefunden, mit denen ich mich gut fühle und die mir Spaß machen. Und Spaß an der Sache ist neben der Regelmäßigkeit ein wichtiger Punkt, um dranzubleiben. Ich bin einer der unsportlichsten Menschen, die man sich denken kann und war professioneller Stubenhocker. Mein innerer Schweinehund hatte die Größe des Mount Everest.
Inzwischen werde ich hibbelig, wenn ich mal einen Tag lang nicht draußen war. Aber auf Anraten meiner Ärztin lege ich aber ganz bewusst Ruhetage ohne Sport für die Regeneration ein.
Und mein innerer Schweinehund hat inzwischen die Größe eines Stecknadelkopfes, sitzt irgendwo im Keller in einer Ecke und schmollt. Ich habe ihn Kevin genannt.
Das mit dem inneren Schweinehund ist eine ganz eigene Geschichte, die erzähle ich im nächsten Beitrag.