Frankreich, Côte d'Azur: Six-Fours-les-Plages - Antibes - Menton
Verfasst: Mo 28. Sep 2026, 01:37
Sooo…, jetzt sind seit unserer Rückkehr aus unserem sensationellen Urlaub in Südfrankreich auch schon wieder zwei Wochen vergangen und es ist höchste Zeit für den versprochenen Reisebericht.
Insgesamt war es einer der besten Urlaube ever und am Pool gab es einmal sogar spontanen Applaus - allerdings hatte das überhaupt nichts mit unserer Badebekleidung zu tun, denn die war (zumindest meistens!) kein Thema. Was wir dort sonst noch alles erlebt haben lest ihr hier im Folgenden - und zum Schluss die Frage: War ich der einzige Mann im String? Doch zunächst der Reihe nach…
Prolog - ein paar Worte vorneweg
Meine Frau und ich haben in den letzten Jahren (und schon fast Jahrzehnten) schon häufig die Côte d’Azur bereist und kannten eigentlich alle hier beschriebenen Orte und Strände schon von früher. Der einzige Unterschied: in der Zwischenzeit haben wir zwei Kinder (eine 6jährige Tochter und einen 4jährigen Sohn) und kreuzten an den Stränden und am Pool als Familie auf. Und noch ein Unterschied: im Gegensatz zu den letzten Jahren trug ich ausschließlich Badestrings (Joe Snyder Thong 03 in schwarz), meine Frau ausschließlich einen String-Bikini (Calzedonia Premium Fit, ebenfalls in Schwarz). Meiner Meinung nach geht schwarz immer - und im „kleinen schwarzen“ ist man am Strand meist in guter Gesellschaft. Doch die „Kombination“ von Famlie mit kleinen Kindern und unserer String-Bademode sorgte manchmal bei den Leuten für Verwirrung oder Überforderung (oder beides!?) und war ihnen zeitweise in Form von riesigen Fragezeichen über ihren Köpfen anzusehen.
Der fulminante Auftakt: Antibes - „Plage de la Gravette“
Ein Etappenziel auf der Hinreise war Antibes. In der Nacht zuvor gab es einen heftigen Sturm, sodass dadurch das Meer aufgewühlt wurde und wegen Quallen im Meer zwar der Besuch der Strände erlaubt war, jedoch das Baden im Meer verboten - und das wurde durch die Life-Guards vor Ort auch penibel überwacht. Nachdem wir unser Strandzelt aufgebaut hatten, fiel mir bereits auf, wie viele Frauen jeglicher Altersgruppe String Bikinis anhatten. Direkt uns gegenüber lagen drei jüngere Britinnen in String-Bikinis, daneben ein junges Paar, wo sie einen super knappen schwarzen String Bikini trug - er hatte (natürlich!?) eine Shorts an!
Nachdem ich meinen String angezogen hatte und mit den Kindern in der Brandung spielte, Sand buddelte und Burgen baute, versuchte ich abzuscannen, wer um mich herum KEINEN String Bikini anhatte, womit ich echt meine Mühe hatte, denn an diesem Strand war ich schlicht komplett umgeben von Frauen in zumindest knappen Brazil Bikinis oder String Bikinis soweit das Auge reichte!
Unsere Unterkunft in Six-Fours-les-Plages und unser Strand „Plage du Cros“
In der letzten Augustwoche (also noch in den französischen Sommerferien) war der Strand stets gut besucht, jedoch nie übertrieben voll. Es waren überwiegend Familien mit Kindern dort, da der Strand feinsandig und flach abfallend ist. Was die vorherrschende Bademode angeht, war dort alles vertreten, häufig bei Frauen auch stoffreiche einteilige Badeanzüge, bei jüngeren Frauen eher Brazilian Bikinis oder String Bikinis durchaus in nennenwerter Anzahl. Vereinzelt waren auch einige Frauen oben ohne. In den ersten beiden Septemberwochen (also nach dem Ende der französischen Sommerferien) war der Strand spürbar leerer, die Stimmung noch lockerer als ohnehin schon. Und der Anteil der Frauen oben ohne sprang spürbar an, um uns herum waren stets etwa eine Hand voll Frauen ohne Oberteil.
Als wir unser „Lager“ mit Strandzelt, Schwimmtieren, Sandspielsachen etc. eingerichtet hatten, kam ein junges Paar an, blieb kurz vor uns stehen und nachdem sie den „Partnerlook“ meiner Frau und mir entdeckt zu haben schienen, steckten sie kurz die Köpfe zusammen und tuschelten etwas. Kurz darauf kam von ihr dann ein kurzes Kopfnicken als Zeichen, sich doch hier niederzulassen. Als sie ihre Handtücher ausgebreitet hatten und sie sich aus ihrer Hose heraus schälte, trug sie einen marineblauen, hinten etwas breiter, aber dafür schön hoch geschnittenen String Bikini, sehr schön anzusehen!
Ein anderes mal kam eine Frau etwa Ende 30/Anfang 40 mit kleinem Kind etwa im Alter unserer Kinder und einer Frau so um die 70 (vermutlich ihre Mutter - also die Oma des kleinen Kindes) an. Hier ebenfalls ein kurzes Lächeln, wobei die Oma ein freundliches, breites Grinsen im Gesicht hatte, das deutlich über das übliche Lächeln zur Begrüßung hinaus ging und ich mir nicht sicher war, ob es ebenfalls unserer Badebekleidung galt oder sie schlichtweg von unseren Kindern so verzückt war. Jedenfalls hatte die Mutter des kleinen Kindes einen sckicken kupferfarbenen Brazilian Bikini mit interessanter Raffung hinten an, der ihren hübschen runden Po schön zur Geltung brachte!
Und dann gibt es Zufälle, die gibt es eigentlich gar nicht!
Am vorletzten Tag vor unserer Abreise ruft plötzlich jemand den Namen meiner Frau und meint freudestrahlend, dass sie sich doch kennen - tatsächlich trafen wir eine Familie aus unserem Heimatort, die wir vom Kinderturnen unserer Kinder kennen. Sie haben dort mit einer weiteren befreundeten 4köpfigen Familie ein Haus gemietet - Mensch was für ein Zufall. Sie hatte einen züchtigen (immerhin roten!) einteiligen Badeanzug an und trug eine nach meinem Geschmack eher unpassende Stoff-Sonnenmütze mit kurzer Krempe, wie man ihn als typische Kopfbedeckung von Ballermann-Touris kennt. Der Kontrast hätte nicht krasser sein können zu unseren zwar schlicht schwarzen, aber knappen Strings! Entsprechend kamen auch immer wieder von den beiden Familien etwas ungläubige Blicke in unsere Richtung, als ich unbeirrt mit den Kindern riesige Löcher in den Sand buddelte, unzählige Male mit unserem Sohn mit dem Eimerchen Wasser holte oder wir eben auch zu viert uns eine regelrechte Frisbee-Battle im knietiefen Wasser lieferten - einfach herrlich!
Am Pool unserer Unterkunft trug ich in den ersten Tagen zunächst einen Badeslip, meine Frau ihren Calzdonia-Bikini mit Brazilian-Slip. Doch als auch hier am Pool nach dem Ende der französischen Sommerferien etwas weniger „Betrieb“ war, trug ich auch hier meinen Joe Snyder String und meine Frau ihren Bikini mit String-Höschen. Doch im Laufe der Zeit füllte sich der Pool dann doch und ich zählte jedes Mal etwas mehr als 20 Leute im und am Pool!
Hin und wieder waren von den eher älteren Leuten irritierte oder zumindest interessierte Blicke zu bemerken. Einmal kamen wir mit einer Gruppe von drei älteren Franzosen (zwei Frauen und ein Mann) ins Gespräch, da sie schon seit längerem beobachtet haben, wie unsere Tochter fleißig schwimmen geübt hat, häufig mit einer Schwimmnudel, meinstens aber auch komplett ohne Schwimmhilfen. Als unsere Tochter dann der Ehrgeiz gepackt hat und sie komplett ohne Hilfe eine ganze Bahn geschafft hat, gab es spontan Applaus! Aber wie gesagt für unsere Tochter - unsere Badebekleidung war kein Thema, auch keine auffälligen Blicke oder so!
Ausflug zur Île des Embiez- „Plage des Allemands“ und „Plage des Salins“
Eine etwa etwa 15minütige Fährüberfahrt führte uns zur Insel Île des Embiez, welche sich in Privatbesitz befindet. Kurz vor Abfahrt der Fähre strömte noch eine etwa 30köpfige Reisegruppe dazu, allesamt im Rentenalter. Nach Ankunft wanderten wir erst einmal komplett um die ganze Insel einschließlich der höchsten Erhebung mit kleinem Türmchen und kamen dann am frühen Nachmittag an der „Plage des Allemands“ an. Der feinkiesige Strand war nicht allzu zahlreich bevölkert und wir spielten mit unseren Kindern im etwa knietiefen Wasser mit ihren Wasser-Frisbees. Doch schon kurz darauf kam die besagte Rentner-Reisegruppe im Pulk an und der Strand war plötzlich spürbar voller. Doch niemand nahm von uns in unseren Strings spürbar Notiz. Da bemerkte ich am Strand etwa 15-20 Meter von uns entfernt eine Familie mit Kindern im Teenager-Alter. Der Mann war extra aufgestanden und richtete sein Handy genau auf mich und wartete nur noch auf den richtigen Moment für das Foto. Ich stand zu diesem Zeitpunkt im tieferen Wasser mit dem Rücken zum offenen Meer, meine Tochter stand mir gegenüber weiter zum Strand hin und wir warfen die Frisbee zwischen uns hin und her. Die Intention dieses Typen am Strand war mir natürlich gleich klar: Er wollte mich von hinten fotografieren und wartete nur auf den Moment, dass ich mich durch einen Fehlwurf mal umdrehen würde - doch diesen Gefallen wollte ich ihm in diesem Moment nicht machen!
Meine Tochter warf jedes mal perfekt, was wir auch nach jedem dieser Würfe lautstark bejubelten! Das ging minutenlang so weiter, bis dieser Typ am Strand schließlich wieder das Handy weg steckte und sich auf sein Handtuch setzte!
Wir wanderten am späten Nachmittag weiter in Richtung Fährhafen und kamen dabei noch an der „Plage des Salins“ vorbei. Das ist ein wirklich winziger Sandstrand-Abschnitt von gerade einmal etwa 50 Metern Breite, wo wir nochmal kurz baden wollten, bevor wir wieder auf die Fähre gingen. Am Strand waren vielleicht ein Dutzend Leute, doch hierbei ist man schnell auf „Tuchfühlung“. Als wir unsere Badesachen anzogen, starrte uns schon länger eine Familie unmittelbar neben uns an - zwei junge Frauen im String Bikini und ein junger Mann in Shorts, alle so im Alter etwa Mitte 20, dazu noch eine ältere Frau, die wahrscheinlich die Mutter des jungen Manns (oder auch der jungen Frauen) war. Als ich meinen String angezogen hatte, fingen sie lauthals zu lachen an und wichen dabei mit ihrem starrenden Blick nicht von uns, wobei die ältere Frau und der junge Mann am allerlautesten lachten, was ich in diesem Alter reichlich kindisch fand! Nach gefühlt einer halben Ewigkeit haben sie sich wieder eingekriegt, ein unangenehmes Gefühl bei mir blieb zunächst noch! Doch was solls - weiter geht’s! Also ging ich (im wörtlichen wie im übertragenen Sinn!) mit meiner Frau an meiner Seite und den Kindern an der Hand unmittelbar an ihnen vorbei und wir spielten zu viert im knietiefen Wasser wieder Frisbee, unterhielten uns mit einem Hundebesitzer und unsere Tochter durfte den Hund auch im Wasser an der Leine führen - also alles easy!
Fazit und das Finale furioso in Menton - „Plage des Sablettes“
Und noch ein Zufall: Am letzten Tag vor unserer Heimreise, als die Sonne kurz vor dem Untergehen bereits hinter den Wolken verschwunden war, sah ich in einiger Entfernung am Strand „Plage du Cros“ tatsächlich einen weiteren Mann im String: Er war sicher schon Ende 70, schmerbäuchig mit langen weißen Haaren und einem fast ebenso langen weißen Bart. Er trug einen bunt gemusterten, hellen String mit Gelbtönen, der für meinen Geschmack bei seiner Figur etwas arg knapp war - aber wie auch immer. Ein schöner Zufall war es allemal, auch wenn wir uns zu diesem Zeitpunkt bereits wieder unsere Klamotten angezogen hatten und gerade Pizza am Strand aßen, sodass es zu keiner näheren „Begegnung“ mit dem Mann im String kam.
Auf unserer Heimreise war ein Etappenziel noch Menton direkt an der Grenze zu Italien. Wir nutzten den Vormittag vor der Weiterreise zum Baden an der feinkiesigen „Plage des Sablettes“, wo wir uns nahe eines übermannshohen „Menton“-Schriftzuges aus Metall niederließen, der auch rege von den an der Promenade vorbeikommenden Menschen als Fotomotiv und zum Posieren genutzt wird. String-Bikinis sind hier am Strand völlig etabliert und in durchaus nennenswerter Anzahl anzutreffen. Hier war bezüglich einer Reaktion von anderen oder irgendwelchen Blicken nichts zu spüren. Also wirklich null, nada - niente…. null komma gar nichts!!!!! Nicht mal von einer Mutter direkt neben uns oder deren Tochter im Tennager-Alter, von der ich zumindest einen kurzen irritierten Blick oder gar ein kleines Kichern oder so „erwartet“ hätte.
Hier fühlte ich mich im String „angekommen“, spielte unbeschwert mit den Kindern, nach dem Baden im Meer noch duschen an der Promenade mit anderen Frauen im String, die dort gerade warteten, bis sie an der Reihe sind… So soll es sein!
Insgesamt war es einer der besten Urlaube ever und am Pool gab es einmal sogar spontanen Applaus - allerdings hatte das überhaupt nichts mit unserer Badebekleidung zu tun, denn die war (zumindest meistens!) kein Thema. Was wir dort sonst noch alles erlebt haben lest ihr hier im Folgenden - und zum Schluss die Frage: War ich der einzige Mann im String? Doch zunächst der Reihe nach…
Prolog - ein paar Worte vorneweg
Meine Frau und ich haben in den letzten Jahren (und schon fast Jahrzehnten) schon häufig die Côte d’Azur bereist und kannten eigentlich alle hier beschriebenen Orte und Strände schon von früher. Der einzige Unterschied: in der Zwischenzeit haben wir zwei Kinder (eine 6jährige Tochter und einen 4jährigen Sohn) und kreuzten an den Stränden und am Pool als Familie auf. Und noch ein Unterschied: im Gegensatz zu den letzten Jahren trug ich ausschließlich Badestrings (Joe Snyder Thong 03 in schwarz), meine Frau ausschließlich einen String-Bikini (Calzedonia Premium Fit, ebenfalls in Schwarz). Meiner Meinung nach geht schwarz immer - und im „kleinen schwarzen“ ist man am Strand meist in guter Gesellschaft. Doch die „Kombination“ von Famlie mit kleinen Kindern und unserer String-Bademode sorgte manchmal bei den Leuten für Verwirrung oder Überforderung (oder beides!?) und war ihnen zeitweise in Form von riesigen Fragezeichen über ihren Köpfen anzusehen.
Der fulminante Auftakt: Antibes - „Plage de la Gravette“
Ein Etappenziel auf der Hinreise war Antibes. In der Nacht zuvor gab es einen heftigen Sturm, sodass dadurch das Meer aufgewühlt wurde und wegen Quallen im Meer zwar der Besuch der Strände erlaubt war, jedoch das Baden im Meer verboten - und das wurde durch die Life-Guards vor Ort auch penibel überwacht. Nachdem wir unser Strandzelt aufgebaut hatten, fiel mir bereits auf, wie viele Frauen jeglicher Altersgruppe String Bikinis anhatten. Direkt uns gegenüber lagen drei jüngere Britinnen in String-Bikinis, daneben ein junges Paar, wo sie einen super knappen schwarzen String Bikini trug - er hatte (natürlich!?) eine Shorts an!
Nachdem ich meinen String angezogen hatte und mit den Kindern in der Brandung spielte, Sand buddelte und Burgen baute, versuchte ich abzuscannen, wer um mich herum KEINEN String Bikini anhatte, womit ich echt meine Mühe hatte, denn an diesem Strand war ich schlicht komplett umgeben von Frauen in zumindest knappen Brazil Bikinis oder String Bikinis soweit das Auge reichte!
Unsere Unterkunft in Six-Fours-les-Plages und unser Strand „Plage du Cros“
In der letzten Augustwoche (also noch in den französischen Sommerferien) war der Strand stets gut besucht, jedoch nie übertrieben voll. Es waren überwiegend Familien mit Kindern dort, da der Strand feinsandig und flach abfallend ist. Was die vorherrschende Bademode angeht, war dort alles vertreten, häufig bei Frauen auch stoffreiche einteilige Badeanzüge, bei jüngeren Frauen eher Brazilian Bikinis oder String Bikinis durchaus in nennenwerter Anzahl. Vereinzelt waren auch einige Frauen oben ohne. In den ersten beiden Septemberwochen (also nach dem Ende der französischen Sommerferien) war der Strand spürbar leerer, die Stimmung noch lockerer als ohnehin schon. Und der Anteil der Frauen oben ohne sprang spürbar an, um uns herum waren stets etwa eine Hand voll Frauen ohne Oberteil.
Als wir unser „Lager“ mit Strandzelt, Schwimmtieren, Sandspielsachen etc. eingerichtet hatten, kam ein junges Paar an, blieb kurz vor uns stehen und nachdem sie den „Partnerlook“ meiner Frau und mir entdeckt zu haben schienen, steckten sie kurz die Köpfe zusammen und tuschelten etwas. Kurz darauf kam von ihr dann ein kurzes Kopfnicken als Zeichen, sich doch hier niederzulassen. Als sie ihre Handtücher ausgebreitet hatten und sie sich aus ihrer Hose heraus schälte, trug sie einen marineblauen, hinten etwas breiter, aber dafür schön hoch geschnittenen String Bikini, sehr schön anzusehen!
Ein anderes mal kam eine Frau etwa Ende 30/Anfang 40 mit kleinem Kind etwa im Alter unserer Kinder und einer Frau so um die 70 (vermutlich ihre Mutter - also die Oma des kleinen Kindes) an. Hier ebenfalls ein kurzes Lächeln, wobei die Oma ein freundliches, breites Grinsen im Gesicht hatte, das deutlich über das übliche Lächeln zur Begrüßung hinaus ging und ich mir nicht sicher war, ob es ebenfalls unserer Badebekleidung galt oder sie schlichtweg von unseren Kindern so verzückt war. Jedenfalls hatte die Mutter des kleinen Kindes einen sckicken kupferfarbenen Brazilian Bikini mit interessanter Raffung hinten an, der ihren hübschen runden Po schön zur Geltung brachte!
Und dann gibt es Zufälle, die gibt es eigentlich gar nicht!
Am vorletzten Tag vor unserer Abreise ruft plötzlich jemand den Namen meiner Frau und meint freudestrahlend, dass sie sich doch kennen - tatsächlich trafen wir eine Familie aus unserem Heimatort, die wir vom Kinderturnen unserer Kinder kennen. Sie haben dort mit einer weiteren befreundeten 4köpfigen Familie ein Haus gemietet - Mensch was für ein Zufall. Sie hatte einen züchtigen (immerhin roten!) einteiligen Badeanzug an und trug eine nach meinem Geschmack eher unpassende Stoff-Sonnenmütze mit kurzer Krempe, wie man ihn als typische Kopfbedeckung von Ballermann-Touris kennt. Der Kontrast hätte nicht krasser sein können zu unseren zwar schlicht schwarzen, aber knappen Strings! Entsprechend kamen auch immer wieder von den beiden Familien etwas ungläubige Blicke in unsere Richtung, als ich unbeirrt mit den Kindern riesige Löcher in den Sand buddelte, unzählige Male mit unserem Sohn mit dem Eimerchen Wasser holte oder wir eben auch zu viert uns eine regelrechte Frisbee-Battle im knietiefen Wasser lieferten - einfach herrlich!
Am Pool unserer Unterkunft trug ich in den ersten Tagen zunächst einen Badeslip, meine Frau ihren Calzdonia-Bikini mit Brazilian-Slip. Doch als auch hier am Pool nach dem Ende der französischen Sommerferien etwas weniger „Betrieb“ war, trug ich auch hier meinen Joe Snyder String und meine Frau ihren Bikini mit String-Höschen. Doch im Laufe der Zeit füllte sich der Pool dann doch und ich zählte jedes Mal etwas mehr als 20 Leute im und am Pool!
Hin und wieder waren von den eher älteren Leuten irritierte oder zumindest interessierte Blicke zu bemerken. Einmal kamen wir mit einer Gruppe von drei älteren Franzosen (zwei Frauen und ein Mann) ins Gespräch, da sie schon seit längerem beobachtet haben, wie unsere Tochter fleißig schwimmen geübt hat, häufig mit einer Schwimmnudel, meinstens aber auch komplett ohne Schwimmhilfen. Als unsere Tochter dann der Ehrgeiz gepackt hat und sie komplett ohne Hilfe eine ganze Bahn geschafft hat, gab es spontan Applaus! Aber wie gesagt für unsere Tochter - unsere Badebekleidung war kein Thema, auch keine auffälligen Blicke oder so!
Ausflug zur Île des Embiez- „Plage des Allemands“ und „Plage des Salins“
Eine etwa etwa 15minütige Fährüberfahrt führte uns zur Insel Île des Embiez, welche sich in Privatbesitz befindet. Kurz vor Abfahrt der Fähre strömte noch eine etwa 30köpfige Reisegruppe dazu, allesamt im Rentenalter. Nach Ankunft wanderten wir erst einmal komplett um die ganze Insel einschließlich der höchsten Erhebung mit kleinem Türmchen und kamen dann am frühen Nachmittag an der „Plage des Allemands“ an. Der feinkiesige Strand war nicht allzu zahlreich bevölkert und wir spielten mit unseren Kindern im etwa knietiefen Wasser mit ihren Wasser-Frisbees. Doch schon kurz darauf kam die besagte Rentner-Reisegruppe im Pulk an und der Strand war plötzlich spürbar voller. Doch niemand nahm von uns in unseren Strings spürbar Notiz. Da bemerkte ich am Strand etwa 15-20 Meter von uns entfernt eine Familie mit Kindern im Teenager-Alter. Der Mann war extra aufgestanden und richtete sein Handy genau auf mich und wartete nur noch auf den richtigen Moment für das Foto. Ich stand zu diesem Zeitpunkt im tieferen Wasser mit dem Rücken zum offenen Meer, meine Tochter stand mir gegenüber weiter zum Strand hin und wir warfen die Frisbee zwischen uns hin und her. Die Intention dieses Typen am Strand war mir natürlich gleich klar: Er wollte mich von hinten fotografieren und wartete nur auf den Moment, dass ich mich durch einen Fehlwurf mal umdrehen würde - doch diesen Gefallen wollte ich ihm in diesem Moment nicht machen!
Meine Tochter warf jedes mal perfekt, was wir auch nach jedem dieser Würfe lautstark bejubelten! Das ging minutenlang so weiter, bis dieser Typ am Strand schließlich wieder das Handy weg steckte und sich auf sein Handtuch setzte!
Wir wanderten am späten Nachmittag weiter in Richtung Fährhafen und kamen dabei noch an der „Plage des Salins“ vorbei. Das ist ein wirklich winziger Sandstrand-Abschnitt von gerade einmal etwa 50 Metern Breite, wo wir nochmal kurz baden wollten, bevor wir wieder auf die Fähre gingen. Am Strand waren vielleicht ein Dutzend Leute, doch hierbei ist man schnell auf „Tuchfühlung“. Als wir unsere Badesachen anzogen, starrte uns schon länger eine Familie unmittelbar neben uns an - zwei junge Frauen im String Bikini und ein junger Mann in Shorts, alle so im Alter etwa Mitte 20, dazu noch eine ältere Frau, die wahrscheinlich die Mutter des jungen Manns (oder auch der jungen Frauen) war. Als ich meinen String angezogen hatte, fingen sie lauthals zu lachen an und wichen dabei mit ihrem starrenden Blick nicht von uns, wobei die ältere Frau und der junge Mann am allerlautesten lachten, was ich in diesem Alter reichlich kindisch fand! Nach gefühlt einer halben Ewigkeit haben sie sich wieder eingekriegt, ein unangenehmes Gefühl bei mir blieb zunächst noch! Doch was solls - weiter geht’s! Also ging ich (im wörtlichen wie im übertragenen Sinn!) mit meiner Frau an meiner Seite und den Kindern an der Hand unmittelbar an ihnen vorbei und wir spielten zu viert im knietiefen Wasser wieder Frisbee, unterhielten uns mit einem Hundebesitzer und unsere Tochter durfte den Hund auch im Wasser an der Leine führen - also alles easy!
Fazit und das Finale furioso in Menton - „Plage des Sablettes“
Und noch ein Zufall: Am letzten Tag vor unserer Heimreise, als die Sonne kurz vor dem Untergehen bereits hinter den Wolken verschwunden war, sah ich in einiger Entfernung am Strand „Plage du Cros“ tatsächlich einen weiteren Mann im String: Er war sicher schon Ende 70, schmerbäuchig mit langen weißen Haaren und einem fast ebenso langen weißen Bart. Er trug einen bunt gemusterten, hellen String mit Gelbtönen, der für meinen Geschmack bei seiner Figur etwas arg knapp war - aber wie auch immer. Ein schöner Zufall war es allemal, auch wenn wir uns zu diesem Zeitpunkt bereits wieder unsere Klamotten angezogen hatten und gerade Pizza am Strand aßen, sodass es zu keiner näheren „Begegnung“ mit dem Mann im String kam.
Auf unserer Heimreise war ein Etappenziel noch Menton direkt an der Grenze zu Italien. Wir nutzten den Vormittag vor der Weiterreise zum Baden an der feinkiesigen „Plage des Sablettes“, wo wir uns nahe eines übermannshohen „Menton“-Schriftzuges aus Metall niederließen, der auch rege von den an der Promenade vorbeikommenden Menschen als Fotomotiv und zum Posieren genutzt wird. String-Bikinis sind hier am Strand völlig etabliert und in durchaus nennenswerter Anzahl anzutreffen. Hier war bezüglich einer Reaktion von anderen oder irgendwelchen Blicken nichts zu spüren. Also wirklich null, nada - niente…. null komma gar nichts!!!!! Nicht mal von einer Mutter direkt neben uns oder deren Tochter im Tennager-Alter, von der ich zumindest einen kurzen irritierten Blick oder gar ein kleines Kichern oder so „erwartet“ hätte.
Hier fühlte ich mich im String „angekommen“, spielte unbeschwert mit den Kindern, nach dem Baden im Meer noch duschen an der Promenade mit anderen Frauen im String, die dort gerade warteten, bis sie an der Reihe sind… So soll es sein!