Ursprünglich hatten wir die Kanaren im Blick, allerdings brach zum kurzfristigen Buchungszeitpunkt der Vulkan auf La Palma aus. Da nicht abzusehen war, wie sich die Lage - vor allem im Hinblick auf den Flugverkehr - entwickelt, haben wir nach anderen Zielen Ausschau gehalten und sind dann schnell bei der griechischen Insel Kreta gelandet.
Schließlich hatten wir es Ende September dann trotz Erdbeben und Buchungschaos an den Strand geschaft. Unser Hotel lag in der Nähe von Georgiopoli, einem kleinen Ort im westlichen Teil der Insel zwischen Rethymnon und Chania. Wenn man von 3-4 Tagen absieht war das Wetter und das Wasser nahezu perfekt. - Auch wenn der Urlaub insgesamt recht schräg und mit regelmäßigen unerwarteten Überraschungen verlief - was vom Gefühl her jedoch voll und ganz in die letzten 18 Monate passt.

Doch darum soll es in diesem Bericht gar nicht gehen - sondern natürlich ums Thema "Strings". Kurz zusammengefasst war die Lage eher überschaubar, allerdings mit einer sehr positiven Beobachtung. Doch nun etwas mehr ins Detail:
Verglichen mit den Kanaren-Urlaube der letzten Jahre gab es auf Kreta wenig Strings zu sehen. Dies lag in meinen Augen vor allem an zwei Punkten.
Einerseits lag unser Hotel zwar schön (Kavros-Strand) allerdings abseits von richtig großen Orten, dementsprechend gab es kaum Einheimische am Strand. - Erfahrungsgemäß sind Strings bei vielen eher jüngeren einheimischen Frauen auf den Kanaren praktisch Standard. - Vermutlich sieht es auf Kreta auch nicht anders aus - um dies jedoch beurteilen zu können waren wir zu weit vom großen Trubel entfernt.
Andererseits waren wir außerhalb der Hauptreisezeit bzw. des Hochsommers auf der Insel. Dementsprechend bestanden die Urlauber um uns herum überwiegend aus älteren Paaren (größtenteils 55+). Dementsprechend ist es wenig verwunderlich, dass man kaum Strings zu sehen bekam. Leider bestätigte sich das Bild, welches wir bereits in den letzten Jahren bekommen haben erneut: Es scheint irgendwie ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass man im Alter Kilos zulegen muss... 5-10kg zu viel wären ja irgendwo noch nachvollziehbar. - In vielen Fällen waren es jedoch eher 20-30 kg zuviel. Aber zurück zum Thema. Unsere Altersklasse (+-40) war dagegen deutlich schwächer vertreten, Familien mit Kindern waren zunächst gar nicht, später dann aufgrund der ersten Herbstferien etwas häufiger zu sehen.
Nun zum spannenden Punkt. Strings gab es nämlich in einer Altersgruppe sehr häufig zu sehen. Und zwar bei jenen Frauen, die ich der Generation "Instagram" zuordnen würde, also die Frauen zwischen 20 und Anfang/Mitte 30. Hier war es extrem auffällig, wie häufig und selbstverständlich Stringbikinis getragen wurden. Oft auch auch von Frauen, die offensichtlich mit ihren Eltern verreist waren.
Alleine an unserem Hotel waren an manchen Tagen 5-6 Frauen in nächster Umgebung im Stringbikini am Strand. Wenn man ein neues Pärchen vom Hotel an den Strand kommen sah und sich dachte, dass sie sich Strings absolut erlauben könnten, wurde dies fast immer auch prompt bestätigt. - Zugegeben leider nur von der Frau - aber immerhin. Dabei handelte es sich fast immer um echte Strings. Also keine Tangas oder knappe Badeslips. Letztere, die je nach Trageweise irgendwo zwischen Tanga und String einzuordnen sind, sah man vereinzelt. Bei den Männern waren dagegen überwiegend Pants, seltener auch Shorts angesagt. - Natürlich mit dem üblichen Zusammenknüllen/Hochschieben der Hosenbeine beim Sonnen.

In diesem Jahr war ich - soweit ich es gesehen habe - der einzige Mann im String am Strand. Allerdings ist das ja nichts ungewöhnliches. Der String war jedoch zu keinem Zeitpunkt ein Problem. Das Hotelpersonal hat es nicht interessiert. Ich setzte in diesem Jahr erneut auf Joe Snyder Thong03 Strings. In den Wochen vor dem Urlaub habe ich mich längere Zeit umgeschaut aber für mich leider kaum spannende Alternative entdeckt. - Und wenn dann doch mal ein String interessant aussah, war er in meiner Größe vergriffen. - Von daher werde ich wohl auch künftig vorerst bei JS bleiben, da mir der Schnitt hier einfach am besten gefällt. - Meine Freundin trägt übrigens keine Strings am Strand - akzeptiert es aber, dass ich welche trage.
Ein Blickfang ist Mann (wie Frau) natürlich weiterhin. Manche Urlauberin, hat mich mit der Smartphone-Kamera dann bei ihrem "Strand-Schwenk" doch etwas länger verfolgt, als dies notwendig war.


Alles in allem also ein Urlaub mit einem großen Lichtblick. Immerhin handelte es sich bei den Stringträgerinnen um Urlauberinnen aus Mitteleuropa, wo Strings ja nicht unbedingt weit verbreitet sind. 14 Tage gingen jedenfalls wie üblich viel zu schnell vorbei. - Als Erinnerung bleiben jede Menge schöne Eindrücke und eine - für die nächsten Monate - definitiv brauchbare Tanline... Zum Abschluss des Urlaubs waren wir - zurück in der Heimat - dann mal wieder im noch relativ neuen Wasserpark von Deutschlands größtem Freizeitpark. Und auch hier setzte sich die Beobachtung aus Kreta fort. Strings waren hier zwar sicherlich nicht der Standard, sind aber alles andere als ausgestorben - obwohl das Argument des Sonnens bei 15°C und Dauergrau definitiv weggefallen war.
