EmanzipationDortmundER hat geschrieben: ↑So 10. Apr 2022, 10:28Unschön zu hören, dass Die das passiert ist. Zumal es ja auch nicht unbedingt einer der freizugigstens Badestrings ist.un_known hat geschrieben: ↑Sa 9. Apr 2022, 01:40 Liebe Forummitglieder,
ich habe heute das Aqualand besucht und ich wurde gebeten aufgrund meiner Badehose (Badstring: JOR Sunny) eine andere Badehose anzuziehen oder das Bad zu verlassen. Ich habe mich sonst genauso verhalten wie andere Badegäste in dem Schwimmbad und kann dies nicht nachvollziehen. Bei den Frauen waren einige in einem noch knapperen String unterwegs und hier wurde nichts unternommen. Dies habe ich den Bademeister und seinen Begleitern vom Sicherheitsdienst zweimal angemerkt und das dies doch diskreminierend sei, da wurde mir gesagt das es bei Frauen was anderes wäre und die Chefin/Vorgesetze dies unter den Männern nicht duldet.
Ich habe also den kürzeren gezogen und habe das Bad verlassen.![]()
Dies hat mich schon ein wenig mitgenommen und ich habe mich nicht verstanden gefühlt.![]()
Ich an Deiner Stelle würde zu genau dieser willkürlichen Ansicht der Badebekleidung einen Brief an die Geschäftsleitung des Bades verfassen und die Situation genau wie beschrieben darstellen. Zugleich würde ich darin um Erläuterung der Beweggründe bitten. Auch wenn es hier das Klischee der männlichen Alice Schwarzer bedient, warum darf die Frau sich im knappen Bikini präsentieren, während dem Mann ein klassischer Badestring versagt wird.
Köln, AQUALAND
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Re: Aqualand, Köln
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Re: Aqualand, Köln
Der Meinung von emjay muss ich voll widersprechen. Gerade Druck von äußerer Seite (Presse) ist hier angebracht, denn besonders Köln gilt als Hochburg von LGBT usw.. Nur eine Beschwerde bei der Badleitung wird bestimmt “abgewimmelt“. Wenn aber viele 'sehen', wie dort Besucher behandelt werden, kann das zu (weiterem) Besucherschwund führen. Fehlendes Geld in der Kasse - DAS wirkt. (Sieht man auch bei Kirchenaustritten.) Außerdem würde ich zukünftig das Bad meiden.
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Re: Aqualand, Köln
Die Haus- und Badeordnung ist zwar nicht online einsehbar, ich gehe aber mal davon aus, dass da wie bei manch anderen Bädern auch etwas von "allgemein üblicher Bekleidung" stehen wird. Das bietet zumindest dem Bad die Möglichkeit der subjektiven Einschätzung.
Ich möchte auch noch einmal betonen, dass ich den Vorfall bedaure und das Gefühl der erlebten Willkür nachempfinden kann. Nicht, dass hier noch der Eindruck entsteht, ich würde mich zum Anwalt der Aqualands machen.
Ob nun der Verweis eines einzigen Stringträgers zu öffentlichem "Druck" führt, wage ich zu bezweifeln. Auch sollen die G der LGBTetc. dem String ja nicht sonderlich viel abgewinnen können.
Gemäß Schilderung wurde die Fortsetzung des Besuchs nach Anziehen einer anderen Badehose angeboten. Ob man dazu nach der vielleicht so empfundenen Kränkung überhaupt noch Lust hat, steht auf einem anderen Blatt.
Wie schon gesagt, die meisten Leute, welche sich an die Presse wenden, machen sich zum Honk nach dem Motto "ich stehe seit über 20 Jahren immer halb auf dem Bürgersteig vor der zu kurzen Garagenauffahrt, warum stellt mir die böse Stadt XYZ jetzt ein Knöllchen aus?"
Wenn eine freundliche Mail mit sachlicher Schilderung der Umstände bei der Badleitung nicht fruchtet, bliebe noch eine Anfrage bei der städtischen Anti-Diskrimierungsstelle (kenne jetzt die Zuständigkeiten in Köln nicht). Das Bad ist allerdings privatwirtschaftlich betrieben, und ich persönlich (zugegeben, ohne juristischen Kenntnisse) denke nicht, dass die Schwelle für ein nötiges Eingreifen der Behörden erreicht ist.
Und ich möchte auch noch einmal an einen Fall erinnern, den ich vor Jahren vermutlich im alten Forum geschildert habe und wo ich jetzt nicht erneut recherchieren möchte. Hier wollte ein männlicher Stringträger das Verbot mit Verweis auf die ebenfalls verbotene, aber geduldete entblößte weibliche Brust aushebeln. Vor Gericht gescheitert. Es gibt keine Gleichheit im Unrecht, wie es immer heißt.
Ich möchte auch noch einmal betonen, dass ich den Vorfall bedaure und das Gefühl der erlebten Willkür nachempfinden kann. Nicht, dass hier noch der Eindruck entsteht, ich würde mich zum Anwalt der Aqualands machen.
Ob nun der Verweis eines einzigen Stringträgers zu öffentlichem "Druck" führt, wage ich zu bezweifeln. Auch sollen die G der LGBTetc. dem String ja nicht sonderlich viel abgewinnen können.
Gemäß Schilderung wurde die Fortsetzung des Besuchs nach Anziehen einer anderen Badehose angeboten. Ob man dazu nach der vielleicht so empfundenen Kränkung überhaupt noch Lust hat, steht auf einem anderen Blatt.
Wie schon gesagt, die meisten Leute, welche sich an die Presse wenden, machen sich zum Honk nach dem Motto "ich stehe seit über 20 Jahren immer halb auf dem Bürgersteig vor der zu kurzen Garagenauffahrt, warum stellt mir die böse Stadt XYZ jetzt ein Knöllchen aus?"
Wenn eine freundliche Mail mit sachlicher Schilderung der Umstände bei der Badleitung nicht fruchtet, bliebe noch eine Anfrage bei der städtischen Anti-Diskrimierungsstelle (kenne jetzt die Zuständigkeiten in Köln nicht). Das Bad ist allerdings privatwirtschaftlich betrieben, und ich persönlich (zugegeben, ohne juristischen Kenntnisse) denke nicht, dass die Schwelle für ein nötiges Eingreifen der Behörden erreicht ist.
Und ich möchte auch noch einmal an einen Fall erinnern, den ich vor Jahren vermutlich im alten Forum geschildert habe und wo ich jetzt nicht erneut recherchieren möchte. Hier wollte ein männlicher Stringträger das Verbot mit Verweis auf die ebenfalls verbotene, aber geduldete entblößte weibliche Brust aushebeln. Vor Gericht gescheitert. Es gibt keine Gleichheit im Unrecht, wie es immer heißt.
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Re: Aqualand, Köln
Gedankenspiel: Mir gehört ein Café. Eines Tages wird ein Mann mit Rüschenkleid durch einen meiner Mitarbeiter um andere Garderobe gebeten.
A: Dieser macht daraus ein Medienereignis mit Presse und TV. Das einzige Bild von diesem Mann, das ich habe, ist verstörend. Er ist geschäftsschädigend. Ich versuche zukünftig nichts mit diesem Mann zu tun zu haben und wünsche mir "übliche Straßenkleidung" beim Besuch in meinem Café.
B: Dieser schreibt seine Enttäuschung in einem persönlichen Brief an den Inhaber des Cafés - an mich. Er erklärt, warum er sich in Rüschenkleidern wohl fühlt und wie sehr der Rauswurf ihn verletzt. Das einzige Bild von diesem Mann, das ich habe, ist individuell. Er ist etwas ungewöhnlich, aber menschlich. Vielleicht fremdle ich mit Herren in Rüschenkleidern, habe aber einen Menschen darin erkannt. Ich kann mich entscheiden, wie ich damit umgehe. Im besten Fall erkenne ich die Diskriminierung, der wohl durch mich erfahren hat. Dabei ist immer die Frage, wie sehr etwas zur eigenen Person gehört und wann man auch mal des lieben Friedens willen auf etwas verzichten kann. Und wann eben nicht.
Wünschenswert ist eine offene, friedliebende Welt, in der jeder sein Glück finden kann. Mit der Brechstange kann man das aber nicht erzwingen. Wenn man an diesem Ort unerwünscht ist - so, wie man ist - sollte man diesen Ort meiden. Das Bad ist ein "privatwirtschaftlicher Raum", bei dem der Betreiber das Hausrecht hat. Freundlich bitten und eines Besseren belehren geht. Zum Beispiel mit einem Verweis auf die Presse zum String-Verbot in der Niederrhein-Therme (das mit verständnisvollen Worten zurückgenommen wurde).
Vielleicht war der eine Mitarbeiter doof. Sei besser. #StringTrägerSindCool
A: Dieser macht daraus ein Medienereignis mit Presse und TV. Das einzige Bild von diesem Mann, das ich habe, ist verstörend. Er ist geschäftsschädigend. Ich versuche zukünftig nichts mit diesem Mann zu tun zu haben und wünsche mir "übliche Straßenkleidung" beim Besuch in meinem Café.
B: Dieser schreibt seine Enttäuschung in einem persönlichen Brief an den Inhaber des Cafés - an mich. Er erklärt, warum er sich in Rüschenkleidern wohl fühlt und wie sehr der Rauswurf ihn verletzt. Das einzige Bild von diesem Mann, das ich habe, ist individuell. Er ist etwas ungewöhnlich, aber menschlich. Vielleicht fremdle ich mit Herren in Rüschenkleidern, habe aber einen Menschen darin erkannt. Ich kann mich entscheiden, wie ich damit umgehe. Im besten Fall erkenne ich die Diskriminierung, der wohl durch mich erfahren hat. Dabei ist immer die Frage, wie sehr etwas zur eigenen Person gehört und wann man auch mal des lieben Friedens willen auf etwas verzichten kann. Und wann eben nicht.
Wünschenswert ist eine offene, friedliebende Welt, in der jeder sein Glück finden kann. Mit der Brechstange kann man das aber nicht erzwingen. Wenn man an diesem Ort unerwünscht ist - so, wie man ist - sollte man diesen Ort meiden. Das Bad ist ein "privatwirtschaftlicher Raum", bei dem der Betreiber das Hausrecht hat. Freundlich bitten und eines Besseren belehren geht. Zum Beispiel mit einem Verweis auf die Presse zum String-Verbot in der Niederrhein-Therme (das mit verständnisvollen Worten zurückgenommen wurde).
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Viele Grüße
Immerstring
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- emjay
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Re: Aqualand, Köln
Das Beispiel mit der Niederrhein-Therme zeigt aber auch, dass selbst ein positiver Zeitungsartikel mit der klaren Aussage des Geschäftsführers der Muttergesellschaft, dass Strings erlaubt seien, nicht dazu führt, dass ein Besuch in ebensolcher Bekleidung eine sichere Sache ist. Schließlich kam es auch danach zu einem Verweis nach dem Motto "so etwas wollen wir hier nicht".
Von daher würde ich in die ganze Sache nicht so viel reininterpretieren bzw. ihr nicht so viel Gewicht beimessen, auch wenn es schwer fällt.
Als Stringträger lebt man einfach etwas "gefährlich"
. Nur die irgendwo schon einmal vorgeschlagene Bildtafel mit der ausdrücklichen Darstellung/Billigung von Strings wäre absolut sicher. Dann hätte man nur noch das Tuscheln der Gäste … 
Von daher würde ich in die ganze Sache nicht so viel reininterpretieren bzw. ihr nicht so viel Gewicht beimessen, auch wenn es schwer fällt.
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Re: Aqualand, Köln
Ich überlege nochmal ein Versuch zu starten. Würde sich jemand heute spontan anschließen? 