Wir sind auf Mallorca, für heute haben wir den Strand d'es Dolc und seine Verlängerung gewählt. Weil wir schon früh los wollten, haben wir schon beim Frühstück darunter die Badekleidung getragen. Ich habe den String angezogen, den ich neulich bei Anita Dessous in Wien gekauft habe (siehe Thread). Irgendwie hat mir die Passform nicht mehr so gefallen, wie damals... Egal.
Weil ich weiß, dass meine Partnerin nicht auf Strings steht, habe ich darüber die Speedo angezogen, die ich die die letzten drei Tage auch schon an hatte. Als Deckschicht eine Strandshort.
Wir sind also hingefahren, über den d'es Dolc gegangen, wollten noch Richtung del Dolfi, aber der Nachwuchs hat gestreikt. Darum sind wir am de Can Curt eingekehrt, wo ich meiner Frau ein paar Meter Vorsprung gelassen und mich bis auf den String entkleidet habe. Sie kannte den noch nicht, hat aber gleich gesehen, was Sache ist und hat den Kopf schief gelegt. Das war es dann alles an Reaktionen von ihr am heutigen Tag.
Ich habe mit der Schwimmbrille Fische beobachtet, Sand nach Muschelstücken durchsucht (natürlich ohne mitnehmen, es ist ja Naturschutzgebiet)... Der Popo war also zu diversen Zeiten an der Sonne. Gestört hat es niemanden. Weder die Einheimischen, die Fischerhütten zu Lagerräumen für Strand- und Kochutensilien umfunktioniert haben (da waren die Damen teilweise oben ohne im Wasser), noch das Schnorchelpärchen (sie in einem sehr hohen, aber dafür umso schmaleren String), noch sonst jemanden.
Später sind wir zum d'es Dolc gegangen, wo wir unsere Strandmuschel aufgeschlagen haben. Wir waren im Wasser (man geht viele Meter hinein, bevor es Po-tief wird, kann also lange gesehen werden), ich bin nach vorne zur Strandbar gelaufen... Und es hat niemanden groß gestört!
Wir haben uns für eine Stunde ein Tretboot ausgeliehen. Erst mit Strandshort, aber der Junior wollte jemanden im Wasser, der ihn am Ende der Rutsche erwartet. Also war ich im String mal im Wasser, mal oben, und auch mal auf der Leiter... Wir hatten das Boot mit der größten Rutsche, was die Kinder auf den anderen Booten neidisch machte. Vier Teens aus Madrid fragten, ob sie auch mal dürften. Klar, warum nicht! Die beiden Mädels hatten Strings an, die Jungs Bdeshorts; und bei einmal hochkraxeln blieb es nicht. Unser Kleiner durfte dafür einmal auf ihrem Boot von der Kurvenrusche rutschen. Später kam noch eine deutsche Familie mit derselben Frage an, ein Bursche in Badeshorts. Alle haben mich aus der Nähe mit blankem Po gesehen.
Generell waren Badeshorts die meistverbreitete Bademode bei Männern (>90 %), der Rest Speedos und ich solo im String. Bei den weiblichen Besuchern sah es schon ganz anders aus: Stringquote an die 50 %, 40 % Bikinis (bei allen tw. auch nur die Unterteile davon), vereinzelte Badeanzüge.
Das Publikum ist gemischt, neben englisch-, französisch- und deutsch-Sprechenden gab es auch hier viel Spanisch zu hören. Im Hotel ist es sprachlich ähnlich, die Stringquote aber nicht ganz so hoch bzw. sind die Schnitte moderater (viel breitere V).
So dolc war die Sonne heute nicht, wir haben es etwas übertrieben. Insofern weiß ich nicht, ob es eine Tanline oder doch eher eine Burnline geworden ist.

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